Texte

Wie wird man ein ZEN-Meister?

Buddha sagt dazu:
Es ist eine Übermittlung außerhalb jeglicher Doktrin,
die sich weder auf Worte noch auf Schriften stützt,
ein direktes Hinweisen auf des Menschen Herz.
Wer sein eigenes Wesen schaut, ist ein Erwachter.

 

 

Ich höre dir zu

Ich sehe dich an und höre dir zu.
Sehe die Worte,
die deinen Lippen entkommen.
Höre Töne, die aneinandergereiht einen Sinn ergeben.
Bin fasziniert von den Lauten.
All der Inhaltsschwere.

Ich kann dir folgen und doch:
Meine Gedanken flattern davon.
Fort von all der Sinnhaftigkeit.
Hin zu einem Gefühl von Wohlsein mitten in uns.
Auf einmal bin ich ruhig.

Ich fühle deine stupsende Hand.
Verlasse mein Haus aus Ruhe und Kraft.
Komme zurück zu dir.
Aber ja, ich habe zugehört.
Nicht mit dem Verstand.
Mit dem Herzen.
Ich war ich dir so nahe wie niemals zuvor.


Vertrauen

Behutsam nehme ich sie in meine Hände.
Die Liebe
die du mir mit bangem Blick entgegenstreckst.
Ob ich sie wohl verwahren kann?
Die Liebe
die mich verzaubert und verlegen macht?
Ich drehe sie und bin verwundert.
Die Liebe
wiegt so schwer und ist doch kaum zu ahnen.
Ich habe einen Platz gefunden.
Mein Herz.
Du und ich, wir sind hier eins.
Hab‘  keine Angst, sie wird dort ewig bleiben.
Die Liebe
die uns hoffen lässt und leben.