Kokoro (心) – Kurinuki (くり抜き)

Die Dinge, das Nichts und eine leise Berührung der Welt.

Schlichtheit ist keine einfache Entscheidung.
Sie verlangt Verzicht.
Keine Umwege,
keine Ablenkungen.

Was bleibt, ist das Wesentliche.
Sichtbar in den Spuren der Arbeit: in einem Schnitt, einer Unregelmäßigkeit, einer stillen Vertiefung. Der klassische Kurinuki-Stil trägt genau das in sich. Er kennt keine Vorlage. Keine Wiederholung. Die Form entsteht aus der Bewegung. Nicht geplant. Nicht angepasst. Aber in sich schlüssig. So offenbart sich eine andere Vollkommenheit. Eine, die nicht makellos ist, sondern wahr. Doch vielleicht ist genau das nicht der Abschluss, sondern der Beginn.

Von hier aus habe ich begonnen, weiterzugehen.
Nicht gegen die Tradition, sondern mit ihr. Nur in eine neue Richtung. Der Ton blieb derselbe. Doch etwas kam hinzu.: Ganz besondere Farben.

Nicht als Dekoration.
Nicht als Geste.
Sondern als Stimme.

Ich nenne es:

Kokoro – Kurinuki.
心 – くり抜き

Kokoro – ein Wort, das mehr meint als „Herz“. Es umfasst auch den Geist. Das Innere. Die Bewegung des Empfindens. Was in diesen Gefäßen entsteht, beginnt dort, nicht an der Oberfläche. In Kokoro-Kurinuki trifft das Alte auf eine neue Aufmerksamkeit. Die Farben bleiben leise. Sie ordnen sich nicht unter, aber sie drängen sich auch nicht vor. Sie geben Tiefe. Oder Distanz. Sie halten inne. Und manchmal scheinen sie zu hören.

Was entsteht, ist kein Produkt.
Es ist ein Gegenüber.
Ein Gefäßwesen.
Offen für das, was sich zeigt,
bereit für das, was kommen will.

Und immer:
Raum für Stille.
Raum für Tee.