Zurück zur Schale.

Vom Vergnügen mit Ton zu arbeiten. (…)

Die Arbeit mit schwarzer Tonerde bietet eine Fülle von sinnlichen Erfahrungen: das Kneten des feuchten Tons, das Formen durch Druck und Drehung, das Polieren und Glätten der Oberfläche. Doch während dieser Prozess auf den ersten Blick dem Erschaffen einer perfekten Form zu widersprechen scheint, offenbart er stattdessen die Schönheit des Unvollkommenen.
Die Teeschalen, die durch die Kurinuki-Technik entstehen, strahlen eine archaische Anmut aus. Sie tragen deutliche Spuren der Werkzeuge, der menschlichen Berührung und der organischen Entstehung. Ihre Oberflächen präsentieren die Narben und Unebenheiten allen Betrachtern gleichermaßen, doch nicht jeder ist empfänglich für diesen wenig vordergründigen Stil.
In Anlehnung an die Philosophie des Nichts von Lao Tse erinnern mich meine Teeschalen daran, dass das Wesentliche oft im Unscheinbaren liegt. Ihre Einfachheit und Bescheidenheit sprechen eine Sprache, die jenseits von Worten liegt. Sie laden uns ein, innezuhalten und den Moment zu genießen, ohne nach Perfektion zu streben. In ihrer Unregelmäßigkeit offenbaren sie die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur, zwischen Schöpfer und Geschöpf.

Archaisch?

Das Wort „archaisch“ bezieht sich auf etwas Altes, Ursprüngliches und Zeitloses. In Bezug auf die Trinkgefäße bedeutet „archaisch“ für mich eine Rückkehr zu den grundlegenden Elementen der Töpferei, bei der die Schönheit des handgefertigten Produkts in seiner Einfachheit und Authentizität liegt. Im Fall dieser Gefäße verkörpern sie genau dieses durch ihre rohe, ungeschönte äußere Struktur. Die grobe Bearbeitung des Tons lässt die Spuren der Hände sichtbar werden und soll an eine Zeit erinnern, in der die Menschen noch enger mit der Erde und ihren natürlichen Ressourcen verbunden waren.

Erster Schritt: Formen.

Zweiter Schritt: Glasieren.

Dritter Schritt: Ofen.