Fotografie

© Torsten Gripp | 2019 | Fotografie - Katze in Marakesh

Fotos folgen im Idealfall bekannten Denkmustern, sind klar erkennbar, somit automatisch realistisch und aus diesen Gründen unmittelbar zugänglich. Trotzdem wirken sie in vielen Fällen surrealer als jede Malerei. Vor allem dann, wenn scheinbar unbedeutende Details vordergründig präsentiert werden oder der Betrachter emotional berührt ist. Fehlt auch noch ein Gegenwarts- und Zeitbezug wird es wahrhaft unwirklich.
Da ich mich der Fotografie weder als Akademiker, Techniker noch als Moralist nähere, bin ich – wie bei der Malerei – auf den Zufall angewiesen. Später, beim Betrachten der Fotos, lassen sich all die Dinge entdecken, die mit der bekannten Welt zwar vergleichbar scheinen, aber im Ergebnis oft irreal und immer mein Maßstab des Schönen sind.
Die Prozessoren wiederum zerlegen das Sichtbare in binomische Formeln und lassen es, wiederbelebt in den Computern dieser Welt, bei Ihnen zuhause neu entstehen. Aber egal was Sie sehen, egal wie Sie sich den Bildern nähern, immer werden Sie gezwungen sein, sie aus meiner Sicht zu betrachten.

Stets suche ich das Zufällige und bin auch dem Unerwarteten sehr dankbar, sollte ich es erkennen.