Persönliches



Ich fotografiere. 
Meine Fotos folgen meistens bekannten Denkmustern, werden dadurch unmittelbar zugänglich und erscheinen fast automatisch realistisch. Bei genauer Betrachtung wirken sie jedoch in vielen Fällen surrealer als jede Malerei. Vor allem dann, wenn scheinbar unbedeutende Details vordergründig präsentiert oder die Betrachter emotional berührt werden. Fehlt auch noch ein Gegenwarts- und Zeitbezug wird es wahrhaft unwirklich. Die Prozessoren in den Computern dieser Welt zerlegen zudem das Sichtbare in binomische Formeln und lassen es dann, auf wundersame Weise wiederbelebt, bei Ihnen zuhause neu entstehen. Was für ein Wirrwarr.



Ich male Bilder. 
Auf Leinwand und Papier. Erwarten Sie bitte nicht, dass sie – wie bei der Fotografie – die Wirklichkeit eins zu eins abbilden, auch sind sie nicht besonders nützlich und entsprechen selten den zeitgemäßen moralischen und künstlerischen Gesichtspunkten unserer Zeit. Man könnte meine Malerei unter Umständen als informelle Malerei bezeichnen, ich finde aber die Bezeichnung autonome Malerei viel treffender. Im Endeffekt hilft beides nicht wirklich weiter, die Begriffe selbst sind zu abstrakt.



Ich stelle Keramiken her. 
Sie haben Oberflächen, die an ‚Action Painting‘ erinnern oder eben ‚Informelle Malerei‘. Und doch sind sie wesentlich bodenständiger, weil sie es mir ermöglichen auf einzigartige Weise, das Schöne nicht nur zu betrachten, sondern auch zu gebrauchen. Das der Tee deswegen besonders gut schmeckt, liegt quasi auf der Hand. Ich liebe meine Teeschalen sehr.
Ach so:
Da ich kein gelernter Töpfer bin, würde der großartige französische Künstler Jean Dubuffet das Ergebnis meiner Bemühungen wahrscheinlich ‚Art Brut Céramique‚ nennen. Diese Vorstellung gefällt mir.



Ich suche nach dem Sinn des Lebens.
Und das ist eine schwere Aufgabe. Gelegentlich begebe ich mich dafür auf Reisen. Durch die Welt und auch in mein Innerstes.


Ich suche das Tor zu einer Welt, die dem bloßen Auge verborgen ist.