Wollhandwerk und Könnkünste.
Ich wollte Leichtigkeit schaffen. Teeschalen und Becher mit dünnen Wänden, hauchzart. Luftig. Stattdessen habe ich wieder Teeschalen, die wie Becher aussehen, geformt. Becher mit Spuren meiner Ungeduld. Manchmal ist allein das Wollen schon ein Kunstwerk. Ein schwieriger Eiertanz mit der eigenen Unfähigkeit. Es braucht einen guten Humor, um nicht zu verzweifeln. Oder zumindest eine Prise Spott für sich selbst.
Denn wollen kann ich gut. Könnte Weltmeister darin sein. Aber wollen und können – das ist ein anderes Spiel. Eines, das mich immer wieder an meine handwerklichen Grenzen führt.
Und so sitze ich da, schaue meine Becher an und denke: Vielleicht ist das eigentliche Kunstwerk gar nicht der Becher selbst. Vielleicht ist es ein Riss. Oder das kleine Scheitern, das mir zeigt, dass auch wollen wollen seine Tücken hat. Realität vs. Gefälligkeit.
Und Friederike steht daneben. Mit einem Lächeln, das sagt: „Gut so. Denn wer nie scheitert, hat nie versucht, es wirklich gut zu machen.“
Shakespeare „Macbeth“:
„Where our desire is got without content, / ’Tis safer to be that which we destroy / Than by destruction dwell in doubtful joy.“







