Eine Teeschale im Kurinuki-Stil ist mehr als ein Trinkbecher. Gerade deshalb braucht es eine Hülle, die nicht bloß schützt, sondern dem Gefäß eine würdige Bühne gibt.
Die Schachteln sind Teil dieses Dialogs. Sie bestehen aus Holz und Stoff, klar gefügt, doch mit feiner Zurückhaltung. Keine grelle Zier, kein überflüssiges Ornament. Stattdessen ein leiser Ernst. Ein Verschluss aus Leder, schlicht und warm, deutet an: Hier beginnt etwas, das mehr ist als bloßes Objekt.
Beim Öffnen offenbart sich eine zweite Ebene. Unter dem Deckel liegt ein Farbraum aus Papier und Pigment, fast wie ein geheimer Garten. Darin ruht das Zeichen, das den Kreis schließt: ein Ensõ. Mit einer einzigen Bewegung gesetzt, nichts zu viel, nichts zu wenig. Ein Atemzug, eingefangen auf edlem Bütten. Er ist kein Schmuck, sondern eine Bekräftigung; so wie die alten Handwerker einst ihr „in hoc fecit“ (Es ist vollbracht.) hinterließen, als stilles Zeugnis des Tuns.
So verbindet sich Gefäß und Schachtel. Außen die Ruhe der Form, innen der Kreis als Atemzug. Die Verpackung rahmt den Moment des Öffnens und lässt spüren, dass Wert nicht allein im Gegenstand liegt, sondern in der Aufmerksamkeit, mit der er erlebt wird.





