Gripps Arbeiten markieren einen radikalen Bruch mit der dekorativen Keramik. Er definiert das Gefäß neu als Negative Skulptur: Ein Werk, das seine Existenz nicht dem Aufbau, sondern der konsequenten Entnahme verdankt.
Die überragende Qualität dieser Serie liegt in ihrer absoluten Nachvollziehbarkeit. In einer Welt der glatten, digitalen Oberflächen bietet Gripp eine physische Lesbarkeit an. Jeder Hieb, jede Kante und jede Verwerfung des Tons fungiert als Index einer künstlerischen Entscheidung. Der Betrachter wird zum Zeugen eines irreversiblen Prozesses.
Das Gefäß bleibt hierbei nur als Echo einer Funktion bestehen. In Wahrheit handelt es sich um ein Ereignis-Archiv, das die Unvorhersehbarkeit des Materials (Ton und Glasur) mit der unnachgiebigen Spur des Werkzeugs versöhnt. Es ist Kunst, die durch die totale Offenlegung ihres Werdens besticht.










