Zauberhafte Keramik

Zauberhafte Keramik – Gedanken

Der Zauber der Keramik: Eine Begegnung mit den Elementen

Keramik ist mehr als ein Hobby – es ist eine Einladung, mit den Elementen zu spielen und den Moment bewusst zu erleben. Erde, Wasser, Luft und Feuer, diese vier Grundkräfte, die uns seit jeher umgeben, finden sich hier in ihrer reinsten Form wieder.
Es beginnt mit dem Ton, der weich in den Händen liegt. Er fordert keine Eile, sondern Geduld und Aufmerksamkeit. Während die Hände den Klumpen formen, entsteht etwas Einzigartiges – vielleicht eine Schale, vielleicht nur ein unfertiger Gedanke, der später in den Ofen wandert. Das Ergebnis ist weniger wichtig als der Prozess selbst: die ruhigen, wiederholten Bewegungen, das sanfte Drücken und Drehen, der Moment, in dem der Ton unter den Fingerspitzen nachgibt.
Dann ist da die Magie des Feuers. Der Ton verwandelt sich im Brennofen, wird fest und dauerhaft, beinahe unvergänglich. Der Geruch von Erde und Hitze, die Vorfreude beim Öffnen des Ofens, das Staunen über die Farben und Glasuren – all das macht den Zauber aus.
Keramik zwingt einen dazu, langsamer zu werden. Es ist ein Gegenentwurf zu den hektischen, ständig getakteten Rhythmen des Alltags. Die Zeit im Atelier fühlt sich anders an, fast schwerelos, weil sie nicht an Produktivität oder Leistung gemessen wird.
Am Ende hält man ein Stück in der Hand, das mehr ist als nur ein Objekt. Es erzählt die Geschichte von Geduld und Hingabe, von Experimenten und manchmal auch von Fehlern, die zu unerwarteten Ergebnissen führten. Keramik ist ein stiller Lehrer, der uns daran erinnert, dass Schönes oft dann entsteht, wenn wir einfach mit dem arbeiten, was da ist – und es ohne Eile formen.

Der Untersetzer

Details

„Typisch Deutsch“, könnte man sagen, wenn man an einen Untersetzer denkt. Ich finde es trotzdem spannend, wie die Teeschale mit der kleinen Platte harmoniert. Derselbe Ton, eine kaum sichtbare Struktur und lediglich meine Lieblings-Glasur bilden die Bestandteile des kleinen Tellers.

Weiter geht’s…

Die Ausstellung ist nun Teil der Vergangenheit. Für die Zukunft mache ich keine großartigen Pläne. Gegenwärtig arbeite ich wieder am Projekt „Teeschalen“.

Drei von hundert

Nach mehr als 18 Monaten Arbeit und 100 Teeschalen später, stelle ich im Rahmen einer Gruppenausstellung des Kunstvereins Wesseling meine drei besten Teeschalen aus.
Sie sind herzlich eingeladen.