
Die Dinge, das Nichts und eine leise Berührung der Welt.
Schlichtheit ist keine einfache Entscheidung.
Sie verlangt Verzicht.
Ohne Umwege,
keine Ablenkungen.
Was bleibt, ist das Wesentliche.
Sichtbar in den Spuren der Arbeit: in einem Schnitt, einer Unregelmäßigkeit, einer stillen Vertiefung. Der klassische Kurinuki-Stil trägt genau das in sich. Er kennt keine Vorlage. Keine Wiederholung. Die Form entsteht aus der Bewegung. Nicht geplant. Nicht angepasst. Aber in sich schlüssig. So offenbart sich eine andere Vollkommenheit. Eine, die nicht makellos ist. Doch vielleicht ist genau das nicht der Abschluss, sondern der Beginn.
Von hier aus habe ich begonnen, weiterzugehen.
Nicht gegen die Tradition, sondern mit ihr. Nur in eine neue Richtung. Der Ton blieb derselbe.
Ich nenne diesen Stil:
Kokoro – Kurinuki.
心 – くり抜き
Kokoro-Kurinuki als „Präsenz im Affekt“. In dem Moment, in dem das Werkzeug den Block spaltet, darf kein Zögern existieren. Der Künstler muss sich „ein Herz fassen“, allen Mut zusammennehmen. Die so entstandene Keramik ist wie das Einfrieren eines performativen Augenblicks und ist damit kein statisches Dekorationsstück, sondern das Relikt einer Handlung. Außen die Gewalt des Abtrages, Innen die Definition eines Vakuums durch Entnahme.
„Kokoro„, ein Wort, das mehr meint als „Herz“. Es umfasst auch den Geist. Das Innere. Die Bewegung des Empfindens. Was in meinen Gefäßen entsteht, beginnt dort, nicht an der Oberfläche. In Kokoro-Kurinuki trifft das Alte auf eine neue Aufmerksamkeit. Die Farben bleiben leise. Sie ordnen sich nicht unter, aber sie drängen sich auch nicht vor.














