Malerei & Consorten

Ich male nicht, um Antworten zu geben. Ich male wie ein Kind.
Vielleicht ist das mein freundlichster Beitrag zur Wirklichkeit.

Vom Glück ein Banause zu sein. (⏎)

Im alten Griechenland gab es ein Wort für jene, die mit den Händen schufen: banauson – ein „ungebildeter Handwerker“, ein Mensch, der das Denken dem Tun überließ.
Ein Banause eben.

Ich kenne das Wort gut. Ich bin mit ihm aufgewachsen. Es klebte an mir wie Lehm an den Schuhen. „Du Banause“, sagten die Erwachsenen, wenn ich mal wieder anders dachte, anders sah, anders fühlte. Ich habe das nie als Beleidigung empfunden. Ich fühlte mich tatsächlich gemeint.

Meine Arbeiten bewegen sich seit der Kindheit im Ungefähren der Wahrnehmung. Sie entstehen dort, wo Deutung erst beginnt und noch keine feste Form gefunden hat. Nichts davon fordert Bedeutung ein.
Es passiert einfach. Momente, die sich zeigen, verschieben, wieder entziehen und Spuren hinterlassen. Schicht um Schicht. Ruhe und Widerstand im gleichen Atemzug. Sie folgen keiner Einleitung. Kein Rahmen führt in sie hinein.
Sie stehen in ihrer eigenen Präsenz.

Und manchmal fällt Licht auf sie.
Dann öffnen sie sich für einen kurzen Moment.