Liebe & Glück im Alltag

Von Grenzen, sinnlichen Momenten und tiefer Liebe

Trotz vieler Einschränkungen durch die Pandemie werde ich den Kopf nicht hängen lassen. Die Suche nach Liebe, Glück und heiterer Gelassenheit bleiben auch in dieser schweren Zeit mein Lebensentwurf. Resignation und Hoffnungslosigkeit haben nur minimale Chancen. Viel zu viele wirklich bemerkenswerte Dinge gilt es achtsam zu beobachten. Wenn ich beispielsweise ein schönes Kunstwerk betrachte, ein besonderes Lied höre oder bei einem Film über das Happy-End Tränen vergieße, durchströmt mich zuverlässig ein tiefes Glücksgefühl. Diesem wunderbaren Gefühl gebe ich mich jedes Mal aufs Neue vollständig hin und genieße jede Sekunde. Fast genauso schön ist es für mich, ein gutes Buch zu lesen oder bei einem Streifzug durch die Natur ein besonderes Plätzchen zu finden. Im Bewusstsein, überall von besonderen Glücksmomenten umgeben zu sein und weil ich gar nicht genug davon bekommen kann, erschaffe ich mir auf diese Weise immer wieder kleine Inseln der Glückseligkeit und entwickle so meine eigene Perspektive vom Leben. Je nach Stimmung empfinde ich sie als tröstend oder beflügelnd.

Am liebsten räume ich aber in meiner Schatzkiste auf. In ihr befinden sich ausschließlich Lieblings-Dinge. Von Zeit zu Zeit muss aus Platzgründen leider der ein oder andere Gegenstand einem neuem weichen. Bevor ich jedoch eine Entscheidung treffe, packe ich alles aus und betrachte – voller Entzücken – wieder und wieder meine wertvollen Objekte. Jedes Ding verbindet mich wie selbstverständlich mit der dazugehörenden Geschichte. Es ist mein Bindeglied in die Vergangenheit und ergänzt mein Gedächtnis auf bemerkenswerte Weise. Beim Sortieren und Betrachten tauche ich vollständig in die Vergangenheit ein und vergesse alles um mich herum. Zeit und Raum zerfließen und verlieren jegliche Bedeutung. Alle Ängste, alle Sorgen schieben sich in den Hintergrund und machen Platz für die Erinnerung. Die Zukunft verliert ihren Schrecken, Emotionen werden zuverlässig wiederbelebt und bereichern mich immer wieder aufs Neue. Und so geschieht es oft, dass ich in den abenteuerlichsten Körperhaltungen für lange Zeit vor der Schatzkiste verharre und – wenn ich von der Reise durch die Vergangenheit zurückkehre – mich kaum noch bewegen kann. Das ist dann der Preis an die beseelte Rückwärtsgewandtheit.