Wenn sich zwei Stimmen in Liebe zurücknehmen,
entsteht ein Klangraum.
Ein Raum, der beide trägt.
Eine große Halle in kleinem Herzen.
Dort wächst ein stilles Glück.
Und aus diesem Glück spinnt sich ein Faden,
der beide Herzen an die Seele bindet.
Die Seele – eine Herzbewohnerin.
Sie thront dort und lenkt das Denken.
Die Gespräche tief im Inneren.
Der Strom, der alles trägt,
das erleben, fühlen, wollen.
Geburt ist ihr erstes Schlagzeichen.
Tod ihr letztes.
Die Seele gibt Sinn und Lebenskraft.
Takt und Pausen.
Sie ist Beginn, Mitte, Vollendung.
Friederike sagt, sie hört sie sprechen.
Wie wir Nachrichten auf einem Gerät empfangen, nur inniger.
Ein stilles Leuchten, ein inneres Klingen.
Sie nennt es: Seelensignale.
Es sagt nicht viel, doch genug.
Geh. Warte. Atme. Vertraue.
Ein Alphabet aus Andeutungen.
Seelenfrieden klingt aus diesem Gewebe.
Ein inneres Einverstanden-Sein, tiefer als Worte.
Ein Wissen:
Ich bin richtig.
Friederike lächelt, wenn sie von diesem Frieden spricht,
weil er nicht von außen fällt, sondern von innen strömt.
Wie eine Laterne, die niemals verlischt.
