Visitenkarten?

Die kleine Kunstedition

In einer Zeit, in der Visitenkarten vor allem Information transportieren, verfolgt diese Edition von 200 Exemplaren einen anderen Gedanken. Jede Visitenkarte ist ein handgefertigtes Unikat. Von Hand bemalt, aquarelliert oder gezeichnet. Signiert. Keine gleicht der anderen.
Auf der Rückseite finden sich lediglich Name, Telefonnummer und Internetadresse. Informationen, die heute mit wenigen Klicks verfügbar sind und morgen schon vergessen sein können.

Die Vorderseite erzählt etwas anderes. Sie erinnert daran, dass Bedeutung selten von Größe abhängt. Ein monumentales Gemälde kann übersehen werden. Ein kleines Stück Papier kann einen Menschen über Jahre begleiten. Die Karten bewegen sich zwischen Kunstwerk und Alltagsgegenstand. Sie sind zu persönlich für Werbung und zu bescheiden für den klassischen Kunstmarkt. Gerade in diesem Zwischenraum entfalten sie ihre Wirkung.

Wer eine Karte mitnimmt, erhält keine Reproduktion und kein Werbemittel. Er erhält ein Original.

Vielleicht verschwindet es zwischen den Seiten eines Buches. Vielleicht ruht es jahrelang in einer Schublade. Vielleicht taucht es eines Tages wieder auf und erinnert an eine Begegnung, eine Ausstellung oder einen Gedanken. So könnte aus einem gewöhnlichen Kontaktdatenträger ein stiller Botschafter der Kunst werden.

Die Edition stellt damit eine einfache Frage:

Was bleibt länger in Erinnerung, eine Information oder eine Erfahrung?