Tag 7 – Ring and Highlands of Kerry

Der Ring of Kerry und die Highlands. Größer können Gegensätze nicht sein. Auf dem Ring hunderte Touristen und unzählige Busse. In den Highlands stundenlang keine Menschen und auch Autos kommen nur wenige entgegen.
Das mag ich.

Tag 6 – Ein Schloss und ein Loch

Die Tage vergehen, Zeit verschwimmt. Eindrücke, die eben noch unfassbar erscheinen, werden kurzerhand vom nächsten Highlight übertroffen. 🙈 Neben den Schlössern und den Löchern (Seen) haben es mir besonders die Steinkreise angetan. Für mich sind es Kraftorte aus alter Zeit. Anfangs- und Endpunkte für Reisende. Wie sie funktionieren? Keine Ahnung.

Atemlos durch Irland.

Und am Ende ein hübscher Piepmatz, der mir im buddhistischen Centrum Brotkrümel aus der Hand gefressen hat.

Tag 5 – Steinkreis & Klippen

Ungefähr 2,4 km östlich von Glandore in der Civil parish Kilfaughnabeg gibt es den wohl ältesten Steinkreis Irlands. Den Steinkreis von Drombeg. Neun Meter im Durchmesser stehen die Megalithe auf einer grünen Wiese. Eine Sichtachse zeigt auf das Meer, eine andere in Richtung Wintersonnenwende. Mir haben sich die Haare gesträubt, als ich in der Mitte stand.

Immer zu sehen: Der Wegweiser des Wild Atlantic Ways. Wie auf dem Jabkobsweg. Man kann sich gar nicht verfahren.


Mit dieser Gewissheit ab zum Mizen Head. Der Südwestspitze von Irland. Der Reiseführer sagt: Eindrucksvolle Klippen und wütendes Meer. Als ich dort war: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und ruhige See.

Tag 4 – Irland

Das Bett an Bord der Fähre war bequem und so ging es schnell ins Land der Träume. Gegen morgen ist das Schiff erwacht. Ich auch. Nach dem Frühstück Ankunft in Cork. Mit all den anderen die Autos aus der Fähre bugsiert und los gings.
Aufregend.
Die Leute auf dem amerikanischen Kreuzfahrtschiff waren eher mäßig interessiert.

Aber dann: Linksverkehr in einer quirligen Stadt.
Oh.

Raus aus dem Ort und ab an die Küste. Nun geht das mit dem Linksverkehr.
Die Straßen sind aber echt schmal.
Egal.
Erster Ort an der Küste und Startpunkt des Wild Atlantic Way: Kinsale.
Im Informationsbüro ein fürchterlich netter Mann, der begeistert von seiner Heimatstadt spricht. Ich bekomme ein ganzes Paket Broschüren. Auf Deutsch – dabei lobt er mein Englisch. Er ist nett. 🫣
Mir gefällt das bunte Städtchen aber nicht ganz so gut. Keine Ahnung warum.

Weiter nach Klimacale. Immer an der Küste lang. Das gefällt mir schon besser. Manchmal bleibe ich stehen. Klappe die Klappe hinten auf und hole mir aus der Kühlbox etwas zu trinken und zu essen. Setze mich auf eine Bank. Freue mich über das Wetter, das Land und darüber, dass ich es bis hierher geschafft habe.
Aber nun B&B. Von außen echt schön. Von innen der Hammer. Ich werde diese Nacht in einer kleinen Villa am Meer schlafen.

Tag 3 – Anschwimmen

Im Hafen von Roscoff wartet bereits die Fähre. Das Meer ist zwar noch nicht da, aber im Fährhafen scheint es genug Wasser zu geben. Alles läuft planmäßig. Schnell ist das Auto im Schiff verschwunden und vertäut. Ich bin an Bord. Richtung Irland.
Ein Abend und eine Nacht auf See. Der Kahn ist voller französischer Schulkinder. Die Mädchen und Jungen rennen umher, schreien voller Verzückung, fast rauschhaft und spielen – unter akutem Kontrollverlust über ihr normales Bewusstsein – Fangen auf dem Oberdeck. Gott, was für ein durcheinander.
Dabei fing der Tag in Saint Malo so gemächlich mit einem typischen französischen Frühstück an.

Eben ist eine Katastrophe passiert. Madeleine hat Henri (Namen sind frei erfunden) an der Hand berührt. Schreiend befürchtete sie auf der Stelle eine Blitzschwangerschaft. Henry verlor den Überblick über die Situation und beide liefen über das Treppenhaus davon. Wohin? Keine Ahnung. Auch der genaue Wortlaut der Schreierei ist frei interpretiert. Meine Sprachkenntnisse sind zu mangelhaft. Trotzdem: Beste Unterhaltung.

Tag 2 – Anfahrt

Nach einem zweiten Besuch der Abtei auf Mont Saint Michel geht es nach Saint Malo. Es sind nur 60 Kilometer bis dahin. Entsprechend schnell geht es über Küstendörfer in die alte Festungsstadt. Ich bin sehr beeindruckt von der Atmosphäre. Irgendwie habe ich das Gefühl, Sir Francis Drake wird gleich mit seinem Segelschiff in den Hafen einlaufen.

Besonders wichtig war es mir, das Restaurant Chateaubriand aufzusuchen. Hier sollen die Austern gut und günstig sein. Und tatsächlich, das Menü mit Austern, Fisch der Saison und einem formidablen Früchteteller kostete erstaunliche 23 Euro. Volltreffer. Besonders das Brot mit der herrlichen gesalzenen Butter hat mir gefallen. Daran könnte ich mich gewöhnen. An Austern eher nicht.

Morgen geht es noch einmal auf die Stadtmauer und dann ab nach Roscoff, dem Fährhafen.

Tag 1 – Anfahrt

Fast 800 Kilometer.
Plötzlich guckt eine kleine Insel mit Kirche aus dem Watt.
Mont Saint Michel. Es sieht fast so aus, als hätten kleine Kinder eine Sandburg gebaut.

Und dann ist es doch nicht das berühmte Omelette bei Mère Poulard geworden, sondern Miesmuscheln mit Pommes in einem Touristenlokal. Geschmeckt hat es trotzdem.

Am Ende wurde bei Mère Poulard ein Tisch frei. Ein Omelett für 36 Euro..? Ja bitte. Hier in historischer Umgebung auf der kleinen Insel. Und es ist kaum zu glauben. Niemals habe ich etwas vergleichbares gegessen. Der Geschmack gesalzener Butter und der feine Rauchgeschmack vom offenen Feuer gibt dem Omelett einen wirklich unfassbaren Geschmack. Die Textur setzt dann noch einen drauf. Ein Hauch von Nichts zergeht im Mund, hinterlässt auf der Zunge ihr Feuerwerk und verschwindet voller Leichtigkeit im Bauch. Göttlich.

Alles gepackt..?

Drei Tage einpacken. Wieder auspacken. Neu überdenken. Einige Teile fliegen raus. Andere kommen hinzu. Und immer das Gefühl, dass etwas wichtiges fehlt. Egal. Ich erkläre das Packen für beendet. In der Nacht zum Sonntag soll es losgehen. Endlich.

Ein paar Kisten mit wichtigen Sachen. Eine passive Kühlbox fürs Bier, und eine dicke Matratze. Mehr wäre zuviel. 😉