Weihnachtsausstellung 2024

Am 30. November fand im Atelier meiner Künstlerkollegin Roswitha Schumacher-Kuckelkorn eine außergewöhnliche Atelierausstellung statt. Ich hatte die Ehre, als Gast mit auszustellen. Gezeigt habe ich einen Querschnitt meiner Keramiken. Besonderes Augenmerk habe ich dabei auf die Präsentation meiner Ristretto-/Espressotassen und Ikebana-Schalen gelegt.
Yvonne Kracht, die Inhaberin von ‚Froschkönig der Blumenladen‘, hat für einige der Schalen wunderbare Blumenarrangements gefertigt und so schillerten nicht nur die Malereien an den Wänden, sondern auch der Raum in allen Farben.

Ristretto-Tassen

Die Ristretto-Tasse

Ristretto, so nennen die Italiener einen kleinen, intensiven Extrakt des Kaffees, der in seiner Winzigkeit – es ist immerhin nur die Hälfte eines Espresso – die ganze Welt einfängt. Es sind 15 Milliliter pure Leidenschaft, für die ich eine Tasse entworfen habe, die ebenso viel Herzblut und Hingabe in sich trägt wie der Kaffee selbst. Es ist die italienische Kunst, die Essenz des Lebens in einem winzigen Schluck einzufangen, während meine Kunst darin besteht, eine ganz besondere Tasse genau dafür zu konzipieren.

In der Philosophie des Ristrettos spiegelt sich das Wesen des Lebens selbst wider: die Konzentration auf das Wesentliche, das Streben nach Intensität in jedem Augenblick. Wie ein Ristretto in seiner kleinen Menge die Essenz des Kaffees einfängt, so strebt auch der Mensch danach, die Essenz des Lebens zu erfassen. Es geht nicht um die Menge, sondern um die Tiefe der Erfahrung. In der Schlichtheit und Reduktion liegt eine tiefe Weisheit – eine Erinnerung daran, dass das Wertvollste oft in den kleinsten Dingen verborgen ist.

Seit einigen Tagen halte ich nach vielen Fehlversuchen endlich die ersten Ergebnisse in der Hand und trage sie natürlich sofort zur Espressomaschine. Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee erfüllt den Raum, während der heiße, dichte Ristretto in die kleine grüne Tasse mit dem großen roten Henkel fließt. Es ist, als würden sich die Aromen des Kaffees mit den Farben der Tasse verbinden und so eine besondere Schwingung erzeugen. Ach…

Magie – irgendwie

Torsten Gripp | die goldene Hand | 2024
Irgendwie Magie

Wenn ich durch meine Werkstatt gehe, sehe ich überall meine Kreationen aus vergangener Zeit. Sie sind wie kleine Zeitkapseln, die die Spuren ihrer Entstehung in sich tragen. Die rauen Kanten, die ungleichmäßigen Oberflächen und die unerwarteten Formen erzählen von ihren Erlebnissen im Schaffensprozess und berichten mir, auch noch nach vielen Jahren, von ihren höllischen Abenteuern im Fegefeuer.
Es ist erstaunlich, wie oft auch andere Menschen von diesen Stücken angezogen werden. Sie bleiben stehen, nehmen eine Schale oder einen Becher in die Hand und drehen sie, als würden sie nach etwas suchen. Vielleicht ist es das Unvollkommene, das sie anspricht oder die Art und Weise, wie das Licht auf den Oberflächen spielt. Möglicherweise auch die unvorhersehbaren Texturen, die ihre Finger ertasten. Ich weiß es nicht wirklich, aber mehr als einmal habe ich sie sagen hören: „Deine Keramiken haben etwas Lebendiges, etwas Echtes.“
Sie sind, und da bin ich sicher, auf jeden Fall authentisch – greifbar, erdig. Das lässt sich spüren. Sie tragen die Essenz des Tons in sich, die Spuren meiner Hände und Werkzeuge, und die Hitze des Feuers, das sie beständig machte. Sie sind das Ergebnis eines Prozesses, der genauso viel von Zufall wie von Absicht geprägt ist.
Doch diesen Zauber nun in Worte zu fassen, ist eine neue Herausforderung. Wie beschreibt man die unregelmäßige Schönheit einer Schale, die so aussieht, als wäre ihr Vorbild ein Felsblock? Wie erklärt man die Faszination für einen Becher, der aussieht, als wäre er vor Jahrhunderten in einem abgelegenen Dorf gefertigt worden?
Es sind ja nicht nur Objekte; es sind Geschichten, Gefühle, Erinnerungen in Ton gebrannt. Worte sind mächtig, doch sie haben in diesem Fall definitiv ihre Grenzen. Sie können versuchen, die Textur, die Formen und die Farben zu vermitteln, aber sie erreichen selten die Tiefe der Emotionen, die die Keramiken hervorrufen. Es ist, als ob man versucht, das Flüstern des Windes oder das Spiel des Lichts auf dem Wasser in Sprache zu fassen – ein Unterfangen, das zwangsläufig unvollständig bleibt.
Am Ende sind alle Worte nichts als eine Einladung, diese Kunstwerke selbst zu erleben. So wird jeder Betrachter zum Teil der Geschichte, die diese Keramiken erzählen, und findet vielleicht seine eigenen Worte, um den Zauber weiterzutragen.

Becher

Becher – Gedanken

Ein Becher. Manchmal denke ich, die Welt wäre ein besserer Ort, wenn wir alle einfach einen Becher in der Hand halten würden. Nicht, dass ich etwas gegen Tassen oder Teeschalen hätte – ganz im Gegenteil, diese Dinge haben ihren festen Platz in meinem Keramik-Universum. Aber ein Becher hat einfach etwas… bodenständiges. Etwas, das einem das Gefühl gibt geerdet zu sein, während man den Morgen begrüßt.

In der illustren Welt der Trinkgefäße hat der Becher eine bemerkenswerte Evolution durchgemacht. Einst nur ein einfacher Begleiter trinkfreudiger Menschen, hat er sich tapfer gegen die Trinkschale und die Tasse behauptet.

Ich stelle mir eine mittelalterliche Szene vor: Ein Ritter, erschöpft vom Schlachtfeld, kehrt in seine Burg zurück. Da ist die Trinkschale – flach, wenig inspirierend und ständig kippend, wenn man nur ein bisschen zu eifrig trinkt. Und die Tasse? Klein und zerbrechlich, die mit einem Fingerschnippen umfallen könnte. Der Becher jedoch – ach, der Becher! Stabil, großzügig bemessen und ideal für die schnellen, durstigen Schlucke nach einem anstrengenden Tag voller Abenteuer.

Jetzt, in der modernen Zeit, wo wir zwar weniger Ritter und mehr Homeoffice-Krieger haben, hat der Becher immer noch seinen Platz behauptet. Warum? Weil er einfach praktisch ist! Und, wenn wir ehrlich sind, gibt es doch nichts Schöneres, als einen richtig schön handgemachten Tonbecher zu haben, der sowohl die Seele wärmt als auch das Getränk.

Also, lasst uns dem Becher die Ehre erweisen, die er verdient. Greift zu und spürt die Verbindung zu einer langen Geschichte der Trinkkultur. Ein Becher verlangt keine Zeremonie, er erwartet keine Eleganz. Er ist einfach da. Robust. Verlässlich. Und irgendwie vertraut.
Ein Becher, besonders einer, der durch die Kurinuki-Technik entstanden ist, hat eine Seele. Er ist ein Stück Kunst, das man jeden Tag benutzen kann. Er ist ein treuer Freund, der nicht nur Flüssigkeit hält, sondern auch Erinnerungen und Emotionen.

Also, das nächste Mal, wenn du einen Becher in die Hand nimmst, denk daran: Du hältst nicht nur ein Gefäß, sondern ein kleines Stück von etwas Größerem. Etwas, das dir vielleicht sogar einen neuen Blick auf die Welt gibt – einen Becher nach dem anderen.

Tee und Freundschaft

Tee & Freundschaft – Gedanken

Tee trinken. Nicht zwischen Tür und Angel. Kein beliebiger Beutel mit einem weißen Faden, der über den Tassenrand baumelt. Ausgesuchter Tee. Ein freier Nachmittag.

Ich trinke ihn aus Schalen oder aus Bechern. Die englische Teatime mit ihren Gurkensandwiches überlasse ich den Engländern. Die japanische Teezeremonie bewundere ich aus respektvoller Entfernung. Auf meinem Tisch steht ein guter chinesischer Oolong. Mehr braucht es selten.

Vielleicht doch.

Freunde.

Die passenden Freunde natürlich. Menschen mit offenen Sinnen. Menschen, die einen Duft wahrnehmen, bevor sie nach seinem Namen fragen. Menschen, die Farben schmecken und Geschmäcker erinnern können.

Dann beginnt etwas Eigenartiges.

Das leise Klirren des Deckels. Das Geräusch des eingegossenen Wassers. Ein Hauch von Orchidee, Holz oder Honig, der für einen Augenblick im Raum verweilt. Jemand hebt die Schale. Jemand nickt. Mehr geschieht kaum.

Und doch geschieht alles.

Die besten Gespräche entstehen oft am Rand des Schweigens. Sie sitzen zwischen zwei Schlucken und warten geduldig. Man muss sie nicht herbeirufen.

Vielleicht ähnelt Freundschaft deshalb einem guten Tee.

Der erste Aufguss verrät wenig. Manches wirkt herb. Manches verschlossen. Erst die Zeit lockert die Blätter. Langsam gibt der Tee preis, was in ihm verborgen lag. Mit Menschen verhält es sich ähnlich.

Man lernt einander in Schichten kennen.

Nicht durch große Gesten. Durch Nachmittage. Durch Wiederholungen. Durch das unaufgeregte Dasein des anderen.

Bei einem guten Oolong erscheint nach dem Schlucken ein zweiter Geschmack. Die Chinesen sprechen vom wiederkehrenden Duft und Geschmack. Er kommt leise. Fast zögernd. Als hätte der Tee noch etwas vergessen und kehre deshalb noch einmal zurück.

Manche Freundschaften besitzen dieselbe Eigenschaft.

Man geht auseinander.

Und Stunden später sitzt der andere noch immer mit am Tisch.

Morgenstund

Morgenstund – Gedanken

Kurz nach dem Aufwachen stehe ich nicht etwa auf, nein, umgeben von Kissen und Decken, bleibe ich noch eine ganze Weile liegen. Wie ein König in seinem Reich. Kein Wecker, der schrillt, keine Verpflichtungen, die rufen. Nur ich und meine Gedanken, die sich frei entfalten können, ohne den Druck des Alltags. Es ist, als würde die Welt draußen für einen Moment stillstehen, nur um mir diese kostbare Stunde zu schenken.
In dieser Stunde bin ich der Architekt meiner eigenen Welt. Ideen fliegen mir zu wie Zugvögel im Frühling. Eine neue Form für eine Vase, ein unkonventioneller Henkel für eine Tasse, ein abstraktes Muster für eine Schale. Alles scheint möglich, alles ist greifbar. Die Inspiration kommt nicht aus dem Nichts; sie entsteht aus der Ruhe, aus dem Nichtstun. Ein Zustand, der fast schon revolutionär wirkt.
Manchmal frage ich mich, ob ich in dieser Stunde eine Art höhere Wirklichkeit betrete. Alles ist klarer, einfacher, reiner. Die Sonne, die durch das Fenster scheint, taucht mein Zimmer in ein goldenes Licht. Es ist wie ein sanftes, warmes Bad für die Seele. Hier gibt es keine E-Mails, keine Nachrichten, keine To-do-Listen. Nur mich und meine Gedanken, die sich in alle Richtungen ausdehnen können. Natürlich gibt es Menschen, die meinen, diese Stunde sei verschwendete Zeit. „Steh auf, sei produktiv!“, rufen sie. Doch ich weiß es besser. Diese Stunde ist das Fundament meines Tages, das Geheimnis meiner Kreativität. Sie ist der unsichtbare Motor, der alles antreibt. Ohne sie wäre ich wie ein Töpfer ohne Ton, ein Maler ohne Leinwand.
Und so liege ich noch eine Weile, halte die Augen geschlossen und lasse die Gedanken tanzen. Ich weiß, dass ich bald aufstehen muss, dass der Alltag ruft. Aber für diesen kurzen Moment gehöre ich nur mir selbst. Und das ist, wie ich finde, der schönste Zustand, den es gibt. Eine Stunde im Bett bleiben – das ist nicht nur Luxus, das ist pure Notwendigkeit.

Ich bin froh.
Und wer froh ist, ist ein König.

Unperfekt

Unperfekt

Seit Jahren nun versuche ich, meine Töpferkenntnisse zu vervollkommnen. Hier ein Trick, da ein Trick, Arbeitsabläufe perfektionieren, Fehler nicht mehr als zweimal machen. Glasuren testen, Brenntemperaturen anpassen und die richtigen Tonsorten finden. Ich bin quasi ein Töpfer-Sherlock Holmes auf der Suche nach den perfekten Arbeitsabläufen. Doch nun bin ich auf dem Rückweg. Statt möglichst ohne Fehl und Tadel und technisch perfekt zu arbeiten, werfe ich alle Regeln über Bord und stürze mich ins kreative Chaos.
Und, ich muss sagen, das macht entsetzlich viel Spaß. Meine Werkstatt sieht aus wie ein Schlachtfeld. Die Kreationen? Sie wirken nun etwas unfertig, aber irgendwie macht mich das froh. Es ist, als ob die Tassen und Schalen dadurch ihre eigene, schrullige Persönlichkeit entwickeln. Eine kleine, schelmische Schale hier, eine schief grinsende Tasse dort.
Diese Tasse hier ist gerade mitten im Prozess. In ein paar Tagen wird sie durchgetrocknet sein und ist dann bereit für die Glasur und den Brennofen. Bei den letzten Schritten muss ich mich allerdings wieder an die Regeln halten. Ansonsten wird es ein „Nicht-Trink-Gefäß“ – und das wäre so gar nicht in meinem Sinne. Denn, wer will schon eine Tasse, die wie ein Kunstwerk aussieht, aber beim ersten Schluck Kaffee zerbricht oder undicht ist? Ach, es ist kompliziert mit der unperfekten Perfektion. Es ist ein Tanz auf der schmalen Linie zwischen Kontrolle und Chaos. Zwischen dem Streben nach makelloser Schönheit und der Freude an der spontanen Unvollkommenheit. Wenn ich ehrlich bin, finde ich genau hier die wahre Erfüllung. In der Balance zwischen Technik und Freiheit, zwischen Planung und Zufall.
Das Töpfern hat mich gelehrt, dass Perfektion nicht immer das Ziel sein muss. Manchmal ist es viel befriedigender, den Ton einfach in alle Richtungen zu formen und zu sehen, was passiert. Die besten Stücke sind oft die, bei denen ich die Kontrolle loslasse und ich spielerisch mit dem Material „matsche“. Am Ende muss das Gefäß noch funktional sein, aber der Weg dorthin kann ruhig ein wenig kreativ sein, finde ich.
Also, während diese Tasse trocknet und auf ihren finalen Schliff wartet, lehne ich mich zurück und genieße den Moment. Denn im Chaos der Werkstatt finde ich endlich ein Stück von mir selbst. Ein Stück, das nicht immer perfekt sein muss, um glücklich zu sein.

Szenen einer Tasse.

Szenen einer Tasse – Gedanken

Kaum präsentiert, denke ich über die Art und Weise meiner Inszenierung nach. Meine Wahrheit ist: ohne eine solche wären die Keramiken wie ein Schokoriegel ohne Verpackung. Klar, der Inhalt ist immer noch lecker, aber es fehlt das gewisse Etwas. Das Knisternde. Das vielversprechende Rascheln. Bei der Kunst ist es ähnlich. Manchmal ist es das leise Raunen in einem Museum, das gedämpfte Licht, die Art und Weise, wie ein Gemälde an der Wand hängt. All das schafft eine Atmosphäre, die uns hilft, in die Welt des Künstlers einzutauchen.
Aber, oh, die Tücke dabei! Manchmal führt uns diese Inszenierung auch an der Nase herum. Wir denken, wir sehen die Kunst durch unsere eigenen Augen, doch in Wirklichkeit sind wir Marionetten, die dem Meisterplan des Kurators folgen. Einmal betrachtete ich ein modernes Kunstwerk – es war in irgendeinem Museum in der Ecke eines Raumes. Mit edler Beleuchtung und wunderbaren Schatten. Die Inszenierung flüsterte mir zu: „Das ist bedeutungsvoll.“ Und ich, wie ein gehorsamer Kunstliebhaber, nickte weise, obwohl ich innerlich nur wenig beachtenswertes sah.
Aber was ist Kunst, wenn nicht eine groß angelegte Manipulation? Sie zieht uns hinein, verdreht unsere Wahrnehmung, fordert unsere Überzeugungen heraus. Genau das macht sie so lebendig, so faszinierend. Sie ist ein Spiel mit Gedanken und Emotionen, ein Labyrinth, das wir durchqueren – oft ohne zu merken, dass wir geführt werden. Und ist das nicht irgendwie schön? Dass wir uns in einem gut inszenierten Moment verlieren können? Natürlich gibt es Kunst, die behauptet, nichts anderes zu sein als das, was sie ist. Eine schlichte, handgemachte Teeschale. Eine verrückte Espresso-Tasse. Doch selbst hier liegt ein gewisses Maß an Inszenierung. Die Schale steht auf einem hölzernen Untersetzer, ein zarter Duft von frisch aufgebrühtem Tee steigt auf. Wir nehmen sie in die Hand und spüren die Wärme und die Struktur des Tons. Die Inszenierung mag subtil sein, aber sie ist da. Sie lässt uns den Moment schätzen, ihn als etwas Besonderes wahrnehmen.
Kunst ist und bleibt ein schillerndes Kaleidoskop. Sie verführt, lenkt, fordert heraus. Und ja, sie braucht die Inszenierung, um zu leuchten. Vielleicht sollten wir also nicht gegen die Inszenierung ankämpfen, sondern sie umarmen. Sie als das akzeptieren, was sie ist: ein weiteres Puzzleteil im großen Spiel der Kunst. So können wir uns dem Moment hingeben, ohne ständig zu hinterfragen, ob wir nun wirklich unsere eigenen Gedanken denken oder die des Künstlers. Denn letztlich geht es doch um das Erleben, das Staunen, das Mitfühlen. Und das – so meine ich – ist der wahre Kern der Kunst.

Der Untersetzer

Untersetzer – Gedanken

Was ist eine Espressotasse ohne einen entsprechenden Untersetzer? Nichts, würde ich sagen. Aber wie sieht der ideale Untersetzer aus? Sollte er auch aus Ton gefertigt werden? Aus Metall? Glas vielleicht? Nein, zu zerbrechlich. Ich habe mich für massives Holz entschieden. Es ist zeitlos und elegant, genau wie ein guter Espresso. Und die Maserung des Holzes, ach, sie erzählt Geschichten von uralten Bäumen und endlosen Wäldern.
Meine hölzernen Untersetzer sind schlicht, aber mit einem frechen Twist – eine Ecke steht immer ein wenig hoch. So, als würden sie schelmisch grinsen und sagen: „Schau her, ich bin nicht wie die anderen.“ Das passt perfekt zu meinen Espressotassen, die ebenfalls alle ihren eigenen Charakter haben. Kein Untersetzer gleicht dem anderen, und das ist auch gut so. Sie sind die ideale Bühne für meine Espressotassen, eine kleine Holzarena für die Königin des Kaffees.
Manchmal stelle ich mir vor, wie die Tassen und Untersetzer nachts zum Leben erwachen. Sie tanzen und lachen, während ich schlafe. Und wenn ich nach so einer verträumten Nacht meinen ersten Espresso trinke, scheint es fast so, als würden sie mir zublinzeln und sagen: „Guten Morgen, Freund. Lass uns den Tag beginnen.“
So ist es also. Meine Untersetzer sind nicht nur praktisch, sie sind die kleine hölzerne Bühne, die mein Kaffeeritual zu einem Erlebnis machen. Und wenn mal jemand fragt, warum ich mich so entschieden habe, antworte ich einfach: „Weil es so viel mehr Spaß macht.“